Energy 4.0 berichtet: "Engpässe effizient managen"

Autor: Benedikt Deuchert, Nodes AS

Wenn die Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen abgeregelt werden muss, ist das zumindest ökologisch ärgerlich. Dass zusätzlich durch immer häufigeres Einspeisemanagement hohe Kosten entstehen, ist zusätzlich ein ökonomisches Problem. Abhilfe schaffen marktbasierte Flexibilitätsplattformen, wie das Beispiel am BASF Chemiestandort Schwarzheide zeigt. 

Die deutsche Energieversorgung verändert sich – von zentraler zu dezentraler Erzeugung, von konventionellen zu erneuerbaren Energieträgern. Im Frühjahr und Sommer 2019 deckten Erneuerbare in einzelnen Stunden bereits den vollständigen Stromverbrauch – im Mittel lag die Quote im ersten Halbjahr bei gut 44 Prozent. Durch die fluktuierende Einspeisung entstehen jedoch Engpässe und die Anzahl an Eingriffen zur Netzstabilisierung durch Netzbetreiber hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Und mit den Eingriffen, wie die notfallmäßige Abregelung von Erneuerbaren im Verteilnetz über das „Einspeisemanagement“, steigen auch die Kosten für den Netzbetrieb.
Netzbetreiber und Marktteilnehmer suchen daher nach kosteneffizienten und flexiblen Lösungen, die über bisherige operative Maßnahmen hinausgehen. Das Stichwort dafür lautet Flexibilität: Da es für den Netzbetreiber im Falle eines Engpasses gleichwertig ist, ob im Gebiet der Überproduktion die Einspeisung heruntergeregelt wird oder die Nachfrage steigt, können große Verbraucher oder Prosumer Flexibilität anbieten, indem sie ihre Produktionsprozesse steigern oder ihre Eigenerzeugung drosseln. ...

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